Skip to main content
Ein jugendliches Mädchen und eine ältere Damen stehen in einem Secondhandshop in der Kleiderabteilung. Beide Frauen lächeln eine weiße Bluse an, welche die ältere Damen in der Hand hält. Die Jugendliche trägt leicht gewelltes braunes schulterlanges Haar und ein Kurzarm-T-Shirt in olive. Die ältere Dame hat kurzes grau-weißes Haar und trägt einen altrosafarbenen dünnen Strickpullover. Im Hintergrund im Bild sieht man Kleiderstangen mit unterschiedlichen Secondhand-Kleiderstücken wie Jeans, Westen, Gürtel und Babykleidung.

Abfall­vermeidung

Wertstoffe nützen und Umwelt schützen

In der Abfallwirtschaft richten wir unser Handeln nach den Zielen und Grundsätzen, die im Bundesabfallwirtschaftsgesetz verankert sind.
Ein wesentlicher Bestandteil davon ist die Abfallhierarchie, die folgendermaßen aufgebaut ist:

Wie erkennbar ist, hat die Abfallvermeidung höchste Priorität. Diese kann viele Formen annehmen. In diesem Kontext sind die R-Grundsätze der Kreislaufwirtschaft wichtig, da sie die Vielfalt der Abfallvermeidung aufzeigen:

Möglichkeiten zur Abfall­vermeidung

Die R-Strategien der Kreislaufwirtschaft

Vermeiden

Refuse
Das nachhaltigste Produkt, ist das, das gar nicht erst gekauft wird. Vor jeglichen Anschaffungen sollte man sich immer die Frage stellen, ob man das Produkt auch wirklich braucht.

Überdenken

Rethink

Ist ein Neukauf zwingend erforderlich? Alternativen wie Verleih, Tausch oder Leasing sind gute Möglichkeiten, um Produkte effizient zu nutzen, ohne dass eine Neuanschaffung notwendig ist. Zum Beispiel kann Werkzeug ausgeliehen werden, wenn es nur selten gebraucht wird.

Reduzieren

Reduce

Hier greifen die zwei Prinzipien der Abfallvermeidung, die qualitative Abfallvermeidung und die quantitative Abfallvermeidung.

Unter qualitativer Abfallvermeidung versteht man beispielsweise den bewussten und nachhaltig-orientierten Konsum. Das heißt in der Praxis langlebige und qualitative hochwertigere Produkte zu kaufen.

Quantitative Abfallvermeidung hingegen wäre eher der Abfallreduktion zuzuordnen, sprich allgemein weniger bzw. abfallärmere Produkte zu kaufen.

Wiederverwenden

Reuse

Alte funktionstüchtige Möbel, Elektrogeräte oder andere Gegenstände, die zu Hause keinen Platz mehr haben, können verkauft oder verschenkt werden. So bleibt ihre Nutzungsdauer erhalten, Ressourcen werden geschont und Abfall wird vermieden.

Die niederösterreichische Plattform „So gut wie neu“ verbindet Käuferinnen/Käufer und Verkäuferinnen/Verkäufer und macht den Erhalt von gebrauchten, voll funktionsfähigen Produkten einfach und unkompliziert.

Reparieren

Repair

Produkte sollen durch Reparaturen wieder funktionsfähig gemacht und weiterverwendet werden. Reparaturen werden vom Klimaschutzministerium mit dem bundesweiten Reparaturbonus unterstützt. 

Übrigens/gut zu wissen: Derzeit ist auf EU-Ebene ein Recht auf Reparatur geplant. Das hätte zur Konsequenz, dass Produkte so produziert werden, dass sie ggf. repariert werden können.

Verbessern

Refurbish
Veraltete Geräte oder Produkte werden auf den neuesten Stand gebracht und wieder nutzbar gemacht. Ein Laptop mit veralteter Software wird mit aktueller Software ausgestattet und wiederverwendet. Oder eine alte Holzkommode wird mit neuer Farbe zum Lieblingsmöbelstück.

Wieder­aufbereiten

Remanufacture
Teile defekter Produkte werden für neue Produkte verwendet, die dieselben Funktionen erfüllen. Teile eines kaputten Laptops werden in einen anderen Laptop eingebaut, der dadurch wieder funktionstüchtig wird.

Anders weiternutzen

Repurpose
Gebrauchte oder defekte Produkte bzw. Teile davon werden für neue Produkte genutzt, die andere Funktionen erfüllen. Das (Abfall-)Material wird in seinem ursprünglichen Zustand wiederverwendet, aber für einen anderen Zweck. Zum Beispiel können Konservendosen als Stiftehalter weiterverwendet werden, was als Upcycling bezeichnet wird.

Tipps & Tricks zur Abfallvermeidung

Die Vermeidung von Abfällen ist der Königsweg im Abfallmanagement. Recycling und richtige Abfalltrennung sind zentral, aber noch besser ist es, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies bringt persönliche, ökologische und ökonomische Vorteile mit sich.

Hier folgen einige Tipps, wie das bei konkreten Abfallarten funktionieren kann:

Lebensmittel

  • Kompost mit Gemüse- und Obstabfällen

    Lebensmittelabfälle

    Jede Österreicherin und jeder Österreicher wirft jährlich 19 kg Lebensmittel weg. Das ist vergleichbar mit einer Menge von rund 380 Semmeln und einem Geldwert von über 300 Euro pro Kopf und Jahr. (Quelle BMK). Abfallvermeidung beginnt beim Einkauf – ein Einkaufszettel hilft, Spontan- und Mehreinkäufe zu vermeiden.

    Tipp: Nicht hungrig einkaufen gehen, um unnötige Käufe zu vermeiden.

  • Stapel an Zeitungen

    Mindesthaltbarkeitsdatum

    Das Joghurt ist vor zwei Tagen abgelaufen? Das bedeutet nicht automatisch, dass es verdorben ist. Das auf der Verpackung angegebene Datum gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum an.

    Tipp: Am besten vertraust du auf deine eigenen Sinne um zu entscheiden, ob das Produkt noch genießbar ist: sehen, riechen und schmecken

  • Reste verwerten

    Wenn einmal Lebensmittel übrig bleiben oder du zu viel eingekauft hast, lassen sich Reste problemlos einfrieren oder am nächsten Tag als Mittagessen mitnehmen. Auch aus älteren Zutaten, wie trockenem Brot, lassen sich leckere Gerichte zaubern – sogenannte Resteverwertungs-Rezepte machen daraus neue Mahlzeiten.

    Tipp: Hier findest du unsere saisonalen Rest Rezepte

  • Retrowaschmaschinen in rot und gelb

    Elektroaltgeräte

    Kennen Sie bereits den Reparaturführer? Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ können sich Anbieterinnen und Anbieter von Reparaturdienstleistungen auf einem Online-Portal präsentieren.

    Informationen finden Sie unter www.reparaturfuehrer.at.

  • Glasflasche mit Keramikverschluss

    Glas

    Mehrweg lohnt sich und bewahrt den Geschmack. Glasflaschen erhalten die Energie, den Geschmack und die Reinheit eines Getränks.

  • Kunststoffflaschen mit blauem Verschluss

    Kunststoff­verpackungen

    PET-Flaschen haben zwar eine hohe Recyclingfähigkeit, jedoch können speziell diese mit einer Mehrwegflasche einfach und umweltfreundlich ersetzt werden. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Verpackungsabfall.
  • Leere Konservendosen

    Metall­verpackungen

    Bei Getränkedosen kann vermehrt auf Glasflaschen bzw. Mehrwegflaschen gesetzt werden. Als Alternative zur Alufolie bieten sich (Bienen-)Wachspapiere und Frischhaltedosen an.
  • Stapel an bunten Mehrwegwindeln

    Mehrwegwindeln

    Einige Verbände in NÖ bieten mit dem Windelgutschein auch eine Förderung für waschbare Mehrweg-Windeln an. Damit spart man nicht nur mehrere hunderte Euro im Vergleich mit Wegwerfwindeln, sondern spart auch bis zu 1500 kg Restmüll ein.

Lebensmittel

Nicht alles muss in den Kühlschrank

  • Brot und Gebäck am besten in einem Papiersack, einer Brotdose oder in einem sauberen Baumwolltuch aufbewaren

  • Gemüse wie Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln, Rüben, Kohl, Zucchini, Tomaten, Gurken sowie Wurzel- und Knollengemüse sollten idealerweise kühl und dunkel gelagert werden

  • Obstsorten wie Bananen oder Marillen sind ebenfalls nicht für den Kühlschrank geeignet, da sie durch die Kälte an Geschmack verlieren und schneller Druckstellen entwickeln.

  • Tomaten und Äpfel geben Stoffe ab, die den Reifungsprozess anderer Obst- und Gemüsesorten beschleunigen. Daher sollten sie getrennt von empfindlichen Lebensmitteln wie Bananen, Kiwis, Kohlgemüse oder Pfirsichen aufbewahrt werden.

Richtig kühlen

  • Obere Fächer (ca. 5–8 °C): geeignet für Milchprodukte und Käse; am besten in geschlossenen Behältern lagern, Schimmelkäse separat verpacken

  • Mittleres Fach über der Gemüselade (ca. 2 °C): kältester Bereich, ideal für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch

  • Gemüselade (ca. 10 °C): perfekt für Obst und Gemüse; ein feuchtes Tuch schützt vor dem Austrocknen (z. B. Spargel, Frühlingszwiebeln, Brokkoli, Salat)

  • Kühlschranktür (wärmster Bereich): geeignet für Marmeladen, Saucen, Getränke, Eier und Butter

Reste sinnvoll nutzen

Sollten dennoch Speisereste übrig bleiben, können diese entweder direkt weiterverarbeitet oder eingefroren werden. Beim Einfrieren ist es wichtig, die Lebensmittel portionsweise, luftdicht verpackt und beschriftet (Inhalt und Haltbarkeit) aufzubewahren. Eine Liste über eingefrorene Vorräte hilft dabei, den Überblick zu behalten und unnötige Einkäufe zu vermeiden.

Auf dem Bild ist das Österreich Sammelt Logo in rot zu sehen.

Wo und wie können wir im Alltag Abfall vermeiden?

Die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT setzt sich dafür ein, Abfall im Alltag zu reduzieren. Sie fokussiert sich auf die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, die sinnvolle Nutzung und Weitergabe von Gegenständen, Kleidung und Geräten sowie auf den bewussten Umgang mit Verpackungen. Ziel ist es, nachhaltige Gewohnheiten im Haushalt zu fördern und Ressourcen zu schonen.

Abfallvermeidung kostet kein Geld, sondern hilft beim Sparen.

Tipps wie Reparieren, Nachfüllen, zeitlos und qualitativ hochwertig einkaufen, Leihen statt Kaufen, gemeinsam Nutzen oder Upcycling tragen dazu bei, die Abfallmenge zu reduzieren.

Diese und weitere Abfallvermeidungsideen zu den jeweiligen Abfallarten sind bei den zugehörigen Fraktionen zu finden.

Wählen Sie Ihre Gemeinde

um von maßgeschneiderten Informationen rund um unsere Angebote in Ihrer Nähe zu profitieren.

Ihre Einstellung können Sie jederzeit wieder verändern.

Diese Gemeinde konnte nicht gefunden werden.